Vereinsgeschichte

Ein Rennen war der Anfang

 

Schon im Jahre 1894 fuhren die späteren Gründer unseres Clubs ihr erstes Rennen auf der Wilhelmsburger Dove Elbe. Der Siegespreis von einem Fass Bier und einem Korb Butterbrote wurde von beiden Mannschaften gemeinsam eingenommen und man hegte erste Gedanken über die Gründung eines Rudervereins. Aber erst im folgenden Jahre, am 3. März 1895, wurde die Gründung durch 19 junge Männer im Lokal Adolf Koch, Schönfelder Straße 61, Wirklichkeit.

 

Gegründet wurden aber nicht ein, sondern gleich zwei Vereine. Der eine für die Älteren, über 25jährigen, erhielt den Namen „Wilhelmsburger Männer-Ruder-Club von 1895“ und der andere,für die Jüngeren, erhielt den Namen „Ruder-Club Pfeil“. Der „Ruder-Club Pfeil“ schloss sich aber nach kurzer Zeit dem WMRC an. Noch im Gründungsjahr wurde das erste Boot, ein sog. Zehnriemer, angeschafft und auf den Namen „Kaiser Friedrich“ getauft.

 

Erstes Bootshaus seit 1907

 

Es sollte aber noch zwölf Jahre vergehen bis der Club 1907 sein erstes eigenes Bootshaus an der Dove Elbe errichten konnte. Am 19. Juni 1914 konnte ein neues und größeres Bootshaus auf einem günstiger gelegenem Grundstück an der Dove Elbe errichtet werden. Der WMRC zählt bei Ausbruch des 1.Weltkrieges 92 Mitglieder. 1929 hatte der Club erstmals über einhundert Mitglieder. Dies bot Anlass für einen dritten Neubau, welcher am 1.November 1931 eingeweiht wurde.

 

1933 schloss sich der WMRC dem Deutschen Wasser-Sport-Verband an. Im Zeitraum seit der Gründung bis zur letzten Regatta 1941 war der WMRC mit 216 Siegen mir Abstand erfolgreichster Verein des Norddeutschen Ruderer-Bundes. Bedingt durch den 2.Weltkrieg und der Zerstörung Hamburgs kam der Ruderbetrieb 1943 vollständig zum erliegen. 1946 wurde der Neuanfang mit einem Rennvierer und einem Gig-Vierer gestartet. Zum 52. Clubjubiläum 1947 zählte der Karthotekführer 263 Mitglieder.

 

Name Wilhelmsburger Ruder Club seit 1957

 

Da sich der WMRC dem immer populärer werdenden Frauenrudern nicht verschließen wollte, kam es am 27. Januar 1957 zur Namensänderung in „Wilhelmsburger Ruder Club von 1895 e.V.“. Am 5. Juni 1959 wurde unser heutiges Bootshaus am Assmannkanal eingeweiht.

 

Bis 1960 konnte der WRC neunundzwanzig Meistertitel auf Meisterschaftsrennen des Norddeutschen Ruderer-Bundes erringen.


Durch die Abschaffung des sog. Amateurparagraphen wurde der WRC Ende des Jahres 1960 Mitgliedsverein des Deutschen Ruderverbandes. Seit 1961 startet der WRC nun auch auf Regatten und Meisterschaften des DRV. In den 70er Jahren erfolgten erste Starts auf Regatten der FISA („Welt-Ruderverband“) im Ausland.

 

Anschluss weiterer Vereine

 

Bedingt durch die Schäden der Sturmflut 1962 schloss sich der Ruder-Club „Stradella“ von 1897 am 25. Januar 1963 dem WRC an. 1972 wurde der Hamburger Ruder-Vereinigung „Norderelbe“ von 1897 e.V., entstanden am 14. Februar 1965 durch die Fusion vom Ruder-Club „Pirat“ von 1897 e.V. und dem Veddeler Ruder-Club „Adler“ von 1898, vormals Ruder-Club „Victoria“, das Grundstück an der Norderelbe gekündigt. Mitglieder und Bootspark finden Unterschlupf im Bootshaus des WRC. Nachdem das Sportamt der Stadt Hamburg der HRV „Norderelbe“ kein neues Grundstück anbieten kann, schließen sich ihre Mitglieder 1978 dem WRC an.

 

Nebensport: Handball und Tischtennis


1974 und 1981 ist der WRC Ausrichter des Handballturniers des DRV. 2003 ist der WRC Ausrichter des Tischtennis-Deutschland-Turniers des DRV. Seit seinem Beitritt in den Deutschen Ruderverband bis heute konnte der WRC über zweihundert Siege, darunter auch mehrere Meisterschaftstitel, erringen.

 

Erlebnis Rudern

Das Wasser übt seit je her eine besondere Anziehungskraft auf uns aus. Vom Wasser auserleben wir unsere Umwelt anders, scheinbar fern von Straßenlärm und Alltagsstress. Ob allein oder als Teil einer Mannschaft ist Rudern wohl die schönste Art seine Umwelt zu erleben und sich gleichzeitig sportlich zu betätigen. Und der Rudersport bietet wirklich für jeden etwas Beim Wanderrudern lernt man Landschaften und Städte kennen, wie sie sonst keiner kennt,das Regattarudern bietet mit seinen vielfältigen Veranstaltungen und unterschiedlichenLeistungsansprüchen für jeden eine Herausforderung, oder doch einfach abends nach der Arbeit, Schule oder Studium bei einer Trainingseinheit den Ausgleich finden.

 

Rudertradition

Das im 19. Jahrhundert entstandene Kanalsystem im grünen Wilhelmsburgs bietet uns einideales Ruderrevier: „spiegelglattes“ Wasser, keine Berufsschifffahrt oder sonstiger, störender Individualverkehr. Sollte uns das Ruderrevier aber dennoch mal langweilen, öffnet sich die Ernst-August-Schleuse in Richtung Reiherstieg und wir machen unsere eigene Hafenrundfahrt, rudern die Elbe hinauf oder erkunden Alster und Bille.

 

 

Quellen:

  • Festschrift „Wilhelmsburger Männer-Ruder-Club 1895 – 1947" und
  • Festschrift „Wilhelmsburger Ruder Club 1895 – 1995"
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