Wilhelmsburger Ruder Club
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Regattarudern

Oste-Marathon: Endlich geht der Pokal nach Wilhelmsburg

Gegen 20:30 Uhr verkündete „Mister Oste-Marathon" und Organisator Hendrik von den Wasserfreunden Hemmoor, dass ihn in diesem Jahr ganz besonders freue, dass Gregor aus Wilhelmsburg, der seit fast fünfzehn Jahren mit mindestens einer Mannschaft des WRC am Traditionswochenende teilnimmt, nun endlich den Sieg mit nach Hause nimmt.

 

Zwischen lautem Jubel, ungläubigem Lachen und fassungslosen Blicken brauchte es einen kurzen Moment, bis alle realisierten: Der WRC holt den Pokal!

 

Dabei war dieser Erfolg alles andere als selbstverständlich. Der WRC war in diesem Jahr mit zwei Booten am Start: Ein gesteuerter Vierer stellte sich der verkürzten „Light-Version“ mit der Vormittagsstrecke über 52 Kilometer, während eine weitere Mannschaft im gesteuerten Dreier die komplette Marathonstrecke über rund 72 Kilometer ruderte.

 

Der traditionelle Oste-Marathon, der normalerweise sogar über etwa 80 Kilometer führt – morgens zum Oste-Riff und zurück sowie am Nachmittag nach Hechthausen und wieder zurück –, wegen der Tide angepasst werden. Die Nachmittagsrunde wurde auf rund 20 Kilometer verkürzt. Zudem sorgte der Dauerregen dafür, dass viele Mannschaften auf die Nachmittagsstrecke verzichteten. Dadurch kam es erstmals in der Geschichte des Oste-Marathons zu einem Massenstart am Nachmittag.

 

Der gesteuerte Vierer mit Flo, Charlotte, Kai, Peter S. und Miriam setzte sich schließlich in einem breiten Teilnehmerfeld gegen zehn weitere Mannschaften durch und erreichte nach 3:06 Stunden das Ziel. Der Vorsprung auf die zweitplatzierte Mannschaft betrug dabei gerade einmal eine Minute – ein denkbar knappes Rennen, das zeigt, wie eng die Konkurrenz auch in diesem Jahr war.

 

Doch woran lag es? An der „Light-Version“ des Marathons? An Gregors strategischem Weitblick bei der Einteilung der Mannschaften? An der konsequenten Trinkpausen-Strategie – nämlich gar keiner Pause? An der Kampflinie, die Steuerfrau Charlotte auf der Tour zum Riff gewählt hat? An Peters weißen Glückssocken, die selbst im Watt nicht ausgezogen wurden? Am Hopfen vom Vorabend oder dem Espresso auf dem Riff? Wie so oft gehört vermutlich auch das berühmte Quäntchen Glück dazu, das es für einen Sieg einfach braucht.

 

Am Ende ist es eigentlich auch egal. Fest steht: Der WRC hat eindrucksvoll bewiesen, dass er auch Marathon kann – und das mit Erfolg.

 

Doch damit nicht genug: Der gesteuerte Dreier mit Gregor, Enrico, Michi H. und Conrad erruderte zusätzlich einen hervorragenden zweiten Platz auf der Langstrecke. Außerdem sprang Thomas V. spontan in einem fußgesteuerten Vierer ein, der aus Einzelanmeldungen zusammengestellt worden war. Allein diese Herausforderung verdient Anerkennung – und vor allem Respekt vor dem Steuermann.

 

Mit einem Sieg und einem zweiten Platz war der Oste-Marathon 2026 für den WRC ein Wochenende, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ein riesiges Dankeschön geht an Gregor für viele Jahre Oste-Marathon-Tradition und Organisation sowie an unseren Traditionsobmann Flo: Dieser Pokal geht auf Euch!  Miriam Craß

Juni 2026: WRC testet Staffelrudern

 

 

Beim ersten Staffelrudern auf der Alster 1989 ist der WRC in einer Renngemeinschaft mit dem Biller RC an den Start gegangen. Damals war die Strategie noch etwas ambitionierter: drei Runden am Stück, und weil nicht alle im Team skullen konnten, war sogar ein Riemenboot von uns auf der Strecke unterwegs. Das wusste Michael Otto vom Biller RC (für Insider: „Kuchen-Bille“) zu berichten, der seitdem jedes Jahr beim Staffelrudern dabei war. Ob der WRC danach nicht mehr dabei war? Doch schon, laut Michael Otto, in den 1990ern und vermutlich noch einmal Anfang der 2000er war man durchaus vertreten.

 

Zeit also diese alte Tradition wiederzubeleben und die „WRC-Tester“ Flo, Enrico Thomas V. und Miriam ins Rennen zu schicken, die nach der Eurega nun auch dieses deutlich hektischere Format ausprobiert haben. Das Fazit vorweg: dringend wiederholungswürdig.

 

Am Veranstaltungstag zeigte sich die Alster von ihrer sommerlichen Seite: sehr warm, sehr sonnig, und spätestens im Boot auch sehr schweißtreibend. Das Wetter sorgte dafür, dass schon vor dem Start klar war: heute wird nicht nur sportlich, sondern auch logistisch und nervlich geschwitzt.

 

Das Staffelrudern selbst ist als klassisches Rundkurs-Format organisiert. Mehrere Boote starten im Wechsel für die jeweiligen Teams, die Ruder*innen wechseln sich nach jeder Runde am Steg ab. Während ein Teil auf dem Wasser alles gibt, bereitet sich der nächste bereits am Steg auf den schnellen Wechsel vor – inklusive Eile, Ansage, Einsteigen, Abstoßen und dem Versuch, dabei nicht das eigene Boot oder fremde Nerven zu beschädigen. Aber genau das macht es aus, die ständigen Wechsel zwischen Hektik an Land und Tempo auf dem Wasser. Das Team, das während der acht Stunden die meisten Runden dreht, gewinnt.

 

Unsere Renngemeinschaft bestand neben dem WRC und dem Biller RC aus dem RV Bille (auch bekannt als „Matjes-Bille“) sowie RC Protesia. Gemeinsam ging es in einem Feld von 24 Mannschaften auf die Strecke.

 

Auf dem Wasser ging es stellenweise sehr eng zu. Besonders in den Wenden war wenig Platz für höfliche Distanz, dafür umso mehr für kreative Linienwahl. In unserer letzten Runde wurde es dann richtig spannend: Nachdem wir kurz nach dem Start ein Elmshorner Boot und die Mannschaft von Teichwiesen überholen konnten, versuchte die Mannschaft des Ruder-Club Hansa in einer bereits extrem knappen Wende noch auf der Innenbahn an uns vorbeizuziehen. Das Ergebnis war eine Situation, die man im Nachhinein vermutlich als „sportlich ambitioniert mit Kollisionspotenzial“ beschreiben kann – in Echtzeit eher als „besser ausweichen, bevor es kracht“.

 

Glücklicherweise blieb es bei der Schrecksekunde. Andere Vereine hatten deutliche Schäden zu verzeichnen: Dollenbruch, Skullbruch – kein Wunder für ein Rennen, bei dem die Alster zeitweise eher an einen gut besuchten Kreisverkehr erinnerte.

 

Sportlich reichte es am Ende für einen soliden 12. Platz. Damit landete unsere Renngemeinschaft im Mittelfeld eines starken und sehr engagierten Teilnehmerfeldes.

 

Unterm Strich bleibt ein heißer Sommertag, ein hektisches, aber genau deshalb sehr unterhaltsames Rennen und das klare Gefühl: Nächstes Jahr wieder – gern mit noch mehr WRC, noch mehr Runden und hoffentlich etwas weniger Innenbahn-Überraschungsmanövern. Miriam Craß

Mai 2026: Otterndorf - 4 für 3

Am Pfingstwochenende nahm der Wilhelmsburger Ruder Club zwar mit nur einer geringen Anzahl von Aktiven an der Regatta in Otterndorf teil, war dafür sportlich jedoch sehr erfolgreich: Zwei WRC-Ruderer und eine WRC-Ruderin kehrten mit insgesamt vier Medaillen zurück. Für den WRC gingen Thomas, Maxi und Jenny an den Start.

 

Thomas überzeugte besonders in den Einer-Rennen über 1000 Meter. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag gewann er im Einer-Rennen jeweils den ersten Platz und sicherte dem WRC damit zwei Siege.

 

Durch die Zusammenarbeit mit dem RC Süderelbe entstanden außerdem Renngemeinschaften: Am Samstag gingen alle die drei mit Ina vom RCS an den Start. Hier verfehlten die vier um wenige Sekunden den ersten Platz im offenen Doppelvierer Rennen 1000 m. Maxi und Jenny waren dann aber am Sonntag im Mixed-Doppelvierer SM/F A mit Ina und Jannis vom RCS erfolgreich. Gemeinsam erreichten sie auf 1000 Meter den ersten Platz und sorgten damit für einen weiteren Sieg des WRC.

 

Im Mixed-Zweier SM/F A über 1.000 Meter reichte es am Samstag für Maxi und Jenny trotz eines engagierten Rennens nicht für eine Medaille. Besonders spannend wurde es für die beiden dann jedoch zum Abschluss des Wochenendes, im 500-Meter-Sprint des Mixed-Doppelzweiers SM/F A am Sonntag: Dort lieferten sich Maxi und Jenny ein knappes Rennen gegen Ina und Jannis, mussten sich am Ende jedoch geschlagen geben. Thomas trat außerdem an beiden Tagen zusammen in einer Renngemeinschaft mit Uwe vom Schleisheimer RC im Master Männer-Doppelzweier an. Auch hier zeigte das Team Einsatz, konnte jedoch keine Medaillen gewinnen.

 

Das Regattawochenende in Otterndorf zeigte eindrucksvoll, dass auch eine kleine Hand voll Aktiver große Erfolge erzielen kann. Vor allem Thomas glänzte mit seinen beiden Siegen im Einer. Man munkelt, es lag an den neuen Schuhen im Seerolf. Maxi und Jenny fuhren in der Renngemeinschaft im Vierer einen weiteren ersten Platz für den WRC ein.

 

Mit insgesamt vier Medaillen war das Pfingstwochenende für den WRC ein rundum erfreulicher Auftritt. Für Jenny markierte das Wochenende zugleich einen besonderen persönlichen Meilenstein. Genau vor zwei Jahren absolvierte sie ihren Anfängerkurs beim WRC. Die Ergebnisse machen Lust auf die kommenden Regatten und zeigen den starken Einsatz aller Beteiligten. Jenny Grimm

Termine

 

5. - 7. 6. Juniorenregatta

5. - 7. 6. Wanderfahrt Bremen

20. Juni Staffelrudern

27. Juni Zielfahrt Biller RC

3. - 5. 7. Oste-Marathon

1. - 8. 8. Wanderfahrt Mosel

9. August Zielfahrt Wikinger

28.-30. 8. Wanderfahrt Emden

5. September Elbinselmarathon

26. September Norddt. Meistersch.

17. Oktober Saisonabschlussfeier

7. November Fari Cup

 

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