Ganz am Ende stand ein großes Lob. „Ohne euch würde das alles nicht gebaut werden“, erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete für Wilhelmsburg, Metin Hakverdi, bei seinem Baustellenbesuch am Vogelhüttendeich. Zwar finanzieren Bund und die Stadt Hamburg den Neubau des Ruderhauses, doch ebenso wichtig seien „die vielen engagierten Mitglieder, die hier ehrenamtlich viel Zeit und Arbeit investieren, damit dieses Haus überhaupt mit Leben gefüllt werden kann“. Für den Stadtteil entstehe hier ein echtes Aushängeschild, auf das alle stolz sein könnten.
Wie weit die Bauarbeiten inzwischen vorangeschritten sind, war an diesem Tag gut zu sehen und zu hören: Die Handwerker waren gerade dabei, das Gerüst abzubauen. Das Dach ist weitgehend fertiggestellt; im letzten Schritt stehen noch einige Schweißarbeiten an.
Besonders beeindruckt zeigte sich Metin Hakverdi von der hohen baulichen Qualität des Neubaus, seiner offenen und luftigen Architektur sowie der großzügigen Bootshalle, die durch das große Fenster im Tresenbereich einsehbar ist. Schön auch der Trainingsbereich mit seinem weiten Blick auf den Aßmannkanal. Das neue Ruderhaus nimmt damit immer deutlicher Gestalt an.
Nach gut einer Stunde verabschiedete sich der Gast aus Berlin – nicht jedoch, ohne die Mitglieder des WRC zu einem Gegenbesuch im Deutschen Bundestag einzuladen. Die Reise soll im Herbst stattfinden, der genaue Termin wird rechtzeitig über die App bekannt gegeben.
Hier geht es zu Metins Halverdis Insta-Meldung
Am 21. Mai 2026 feierte der Wilhelmsburger Ruder Club Richtfest – rund 65 Jahre nach dem Bau des alten Bootshauses am Aßmannkanal. Damals errichteten die Wilhelmsburger Ruderer ihr Bootshaus mit viel handwerklichem Geschick in Eigenleistung innerhalb von nur zwei Jahren. Heute entsteht an gleicher Stelle mit Unterstützung der Stadt Hamburg, des Bundes, des Bezirks, der IBA sowie der Planer und Gewerke ein modernes Bootshaus aus Holz: ökologisch, barrierefrei und zugleich ein architektonischer Blickfang am Eingang des geplanten Elbinselquartiers.
Zur Mittagsstunde versammelten sich rund 70 Gäste auf der Baustelle. Finanzsenator Andreas Dressel ging in seiner Ansprache gleich zu Beginn auf die Kritik des Bundes der Steuerzahler ein, der im vergangenen Jahr die Höhe der Baukosten beanstandet hatte. „Sind 5,3 Millionen Euro wirklich viel Geld?“, fragte Dressel und rechnete vor, dass sich die Kosten bei einer Fläche von rund 1.400 m² mit 3.785 € pro Quadratmeter sogar im Kostenrahmen des sozialen Wohnungsbaus bewegten. Zudem: Die schwierigen Bodenverhältnisse haben erhebliche zusätzliche Baumaßnahmen erforderlich gemacht, um ein tragfähiges Fundament zu schaffen – Maßnahmen, die ursprünglich nicht eingeplant waren.
In den weiteren Redebeiträgen von Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer, IBA-Geschäftsführer Kay Gätgens, Mandy Herrmann, Geschäftsführerin Gebäudemanagement Hamburg, und Markus Schaefer vom Architektenbüro Hosoya Schaefer Architects, wurde die Einmaligkeit des Gebäudes und das große Engagement der Mitglieder des Wilhelmsburger Ruder Clubs hervorgehoben. Seit der Finanzierungszusage im Jahr 2019 hätte deren Vertretung den gesamten Planungs- und Bauprozess aktiv begleitet. Unser WRC-Vorsitzender Thomas Kosinski wies darauf hin, dass im neuen Bootshaus für alle Mitglieder, aber auch für das neue Wohnquartier ein attraktives Sportangebot entsteht.
Höhepunkt des Richtfestes bildete der traditionelle Richtspruch des Zimmermanns in luftiger Höhe. Gemeinsam mit Sabine und Rüdiger von der Clubhaus-AG warf er nach altem Brauch sein Schnapsglas vom Dach und überreichte dem WRC einen norwegischen Troll als Glücksbringer. Nachdem die Hubwagenbühne wieder den Boden erreicht hatte, standen Getränke, Grillwürstchen und ein Buffet für die Gäste bereit, die an Tischen und Bänken zusammensaßen und den Nachmittag genossen.
Den gelungenen Abschluss bildete schließlich die Führung über die Baustelle. Architekten und Bauleitung gewährten Einblicke in die zukünftigen Räumlichkeiten und vermittelten bereits jetzt einen Eindruck davon, welch außergewöhnliches Gebäude hier entsteht und welche Möglichkeiten es dem Verein künftig eröffnen wird.
Die Handwerker sind fleißig am Arbeiten. Zur Mitte des Monats wurde nun auch die Dachkonstruktion erstellt. So entsteht langsam ein echtes Raumgefühl für unser neues Ruderhaus - viel Platz auf den ersten Blick. Aber den brauchen wir auch, denn die alte Bootshalle war ganz schön voll. Bald werden wir unsere Boote wieder leicht aus dem Lager nehmen und in den Aßmannkanal tragen oder auch rollen. Zum Richtfest ist es nicht mehr lang...
Auf unserer Baustelle geht es sichtbar voran. Aktuell arbeiten sechs bis sieben Zimmerer an vier Tagen pro Woche bis etwa 18:30 Uhr daran, das Holzgerüst für die Außenwände und die Dachkonstruktion zu errichten. Wer am Gelände vorbeikommt, kann den Fortschritt derzeit täglich beobachten.
Im nächsten Schritt wird die äußere Konstruktion einschließlich Dämmung und Lattung fertiggestellt. Letztere bildet zugleich die sichtbare Außenfassade unseres neuen Clubhauses. Auch viele Details stehen an: Rund 4.000 Schrauben müssen sauber versenkt werden.
Ganz ohne Herausforderungen geht es jedoch nicht:
Trotz dieser Rückschläge bleiben wir zuversichtlich, dass unser neues Clubhaus im Herbst bezogen werden kann.
|
|
|